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Was WordPress
vom Server braucht.

WordPress läuft technisch auf vielen Standard-Hosts. Aber: nicht jedes Hosting passt ohne Tuning – besonders nicht, wenn Plugins wie WooCommerce, Elementor oder Membership-Lösungen ins Spiel kommen. Welche PHP-Version, MySQL-Konfiguration und wie viel RAM WordPress wirklich braucht – mit klarer Trennung zwischen Pflicht und Empfehlung.

Pflicht-Anforderungen für WordPress 6

WordPress hat klare offizielle Mindest-Voraussetzungen. Wenn dein Hosting hier unter den Werten liegt, läuft WordPress nicht stabil:

  • PHP 7.4 oder höherWordPress unterstützt offiziell PHP 7.4, 8.0, 8.1, 8.2 und 8.3. Empfohlen wird mittlerweile PHP 8.1+, weil PHP 7.4 keinen Security-Support mehr bekommt.
  • MySQL 5.7+ oder MariaDB 10.4+Aktuell empfohlen: MySQL 8 oder MariaDB 10.6+ für beste Performance und Sicherheit.
  • Apache 2.4+ oder Nginx 1.18+Mit aktivem mod_rewrite (Apache) oder vergleichbarer Rewrite-Konfiguration (Nginx) – sonst funktionieren saubere Permalinks nicht.
  • HTTPS-UnterstützungSSL ist heute Pflicht. Let's Encrypt reicht, sollte aber automatisch erneuert werden.

PHP-Extensions, die WordPress zwingend braucht

Auch wenn die PHP-Version stimmt, müssen bestimmte Extensions verfügbar sein. Bei vielen günstigen Standard-Hostern fehlen einzelne davon:

  • mysqliDatenbank-Anbindung. Standard-Bibliothek, aber bei minimalen PHP-Builds gelegentlich abgeschaltet.
  • mbstringMulti-Byte-String-Funktionen. Pflicht für korrekte Umlaut-Verarbeitung und Multilingual-Plugins.
  • GD oder ImagickGrafik-Bibliothek für Bild-Verarbeitung in WordPress (Thumbnail-Erzeugung, Image-Resize beim Upload).
  • curlHTTP-Client für Updates, REST-API-Aufrufe, Plugin-Downloads.
  • opensslVerschlüsselung, SSL-Verbindungen, sichere Hashes.
  • zipUpdate-Pakete entpacken, Backup-Plugins (z. B. UpdraftPlus, All-in-One WP Migration) brauchen das.
  • xml, dom, simplexmlXML-Parser für RSS-Feeds, Sitemaps, Konfigurationen.
  • jsonPflicht ab WordPress 5.x – kommt bei modernen PHP-Builds automatisch mit.

PHP-Konfigurationswerte

Auch bei vorhandenen Extensions kann WordPress scheitern, wenn die PHP-Limits zu niedrig gesetzt sind – besonders bei plugin-lastigen Sites mit WooCommerce oder Elementor:

PHP-Direktive Mindestwert Empfohlen
memory_limit 128 MB 256 MB (512 mit WooCommerce)
max_execution_time 30 s 120 s
upload_max_filesize 8 MB 64 MB
post_max_size 8 MB 64 MB
max_input_vars 1.000 5.000 (für Page-Builder)

Besonderheit WordPress: Page-Builder wie Elementor, Divi und Beaver Builder sind sehr max_input_vars-hungrig. Wer mit komplexen Templates arbeitet, sollte auf 5.000 oder mehr setzen. Detail-Ansicht der PHP-Konfiguration mit Tuning-Tipps: PHP-Konfiguration für WordPress.

RAM und Speicher

WordPress selbst ist nicht extrem speicherhungrig, aber die Plugin-Last summiert sich. Realistische Faustregeln:

  • Kleine Blogs (bis 50 Beiträge, wenige Plugins):128–256 MB RAM pro PHP-Worker reichen.
  • Mittlere Sites (Yoast, WPForms, ein Page-Builder, Caching-Plugin):256 MB pro Worker, stabiler bei 384 MB.
  • WooCommerce-Shops (mit Variations-Produkten):512 MB pro Worker, bei größeren Shops 768 MB.
  • LMS-Sites (LearnDash, LifterLMS, MemberPress):512 MB bis 1 GB pro Worker, je nach Komplexität.

Bei Shared-Hosting ist das oft kein direkter Konfigurationsparameter, sondern wird vom Hoster im Backend pauschal pro Tarif gesetzt. Bei VPS und dedizierten Servern ist es Teil der PHP-FPM-Konfiguration.

Datenbank-Anforderungen

WordPress nutzt MySQL oder MariaDB. Wichtige Konfigurationswerte:

  • max_allowed_packetMindestens 64 MB. Sonst scheitern größere Inhalt-Imports oder Backup-Plugins.
  • innodb_buffer_pool_sizeBei dedizierten Servern: 50–80 % des freien RAM für InnoDB.
  • UTF-8 utf8mb4 als Default-CharsetPflicht ab WordPress 4.2 für Emoji-Support und exotische Zeichen.

WordPress 6 setzt auf utf8mb4 als Standard. Bei alten WordPress-Installationen, die noch in utf8 (3-Byte) statt utf8mb4 (4-Byte) laufen, gibt es Encoding-Probleme bei Emojis und einigen Sonderzeichen.

Cron-Jobs (für Backups und Plugin-Tasks)

WordPress bringt einen eigenen Cron mit (wp-cron.php), der bei jedem Page-View ausgeführt wird. Das ist für viele Sites problematisch:

  • Bei Sites mit wenig Trafficlaufen Cron-Tasks selten (kein Page-View = kein Cron). Backup-Plugins, geplante Beiträge und Updates können hängen bleiben.
  • Bei Sites mit viel Trafficläuft wp-cron.php bei jedem einzelnen Aufruf – unnötige Server-Last.
  • Lösung:echter Server-Cron-Job, der wp-cron.php alle 5–15 Minuten aufruft. DISABLE_WP_CRON in wp-config.php setzen, dann läuft nur der echte Cron.

Bei manchen ganz günstigen Hostern fehlt Server-Cron komplett – das ist ein Hinweis darauf, dass das Hosting nicht für ernsthafte WordPress-Sites gedacht ist.

Themen in diesem Bereich

Bei unserem WordPress Hosting ab Werk erfüllt

Alle hier genannten Anforderungen sind bei unserem WordPress-Tarif bereits erfüllt – ohne dass du PHP-Limits hochsetzen, MySQL-Pakete erweitern oder Extensions nachinstallieren musst:

  • PHP 8.3 mit allen WordPress-Extensionseinschließlich GD und Imagick für Bild-Verarbeitung.
  • MySQL 8 / MariaDB 10.6mit max_allowed_packet auf 64 MB, utf8mb4 als Default.
  • Apache 2.4 mit aktivem mod_rewriteSaubere Permalinks funktionieren ohne weitere Konfiguration.
  • SSL via Let's Encrypt vorinstalliertmit automatischem Renewal.
  • Echter Server-Cron-JobStatt der ineffizienten wp-cron.php-Lösung läuft ein echter Cron alle 5 Minuten.
  • PHP-Limits ausreichendmemory_limit 256 MB, upload_max_filesize 64 MB, max_input_vars 5.000.
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