Vorbereitung
Bevor du WordPress installierst, brauchst du:
- Webspace mit aktuellem PHP(7.4+, besser 8.1+) und WordPress-Pflicht-Extensions. Details: Server-Anforderungen.
- Eine MySQL- oder MariaDB-Datenbankmit eigenem Benutzer.
- FTP- oder SFTP-Zugangoder einen Datei-Manager im Hosting-Panel.
- Eine Domaindie auf den Webspace zeigt.
Bei unserem WordPress-Tarif ist all das bereits eingerichtet, plus WordPress selbst vorinstalliert. Wer den Setup-Prozess trotzdem verstehen möchte oder auf einem anderen Server installiert: hier die Schritte.
Schritt 1: WordPress herunterladen
Aktuellste WordPress-Version von de.wordpress.org/download. Die ZIP-Datei enthält das komplette CMS auf Deutsch. Aktuelle Version im Mai 2026 ist WordPress 6.x. Wer die englische Version will, lädt von wordpress.org/download.
Schritt 2: Datenbank anlegen
Im Hosting-Backend eine neue MySQL- oder MariaDB-Datenbank anlegen. Notiere dir vier Werte:
- Datenbank-Hostname (oft
localhost, manchmalmysql.example.de) - Datenbank-Name (z. B.
db_wordpress) - Datenbank-Benutzer
- Datenbank-Passwort
Wichtig: utf8mb4 als Charset, utf8mb4_unicode_ci als Collation. WordPress 6 erwartet das.
Schritt 3: WordPress auf den Server hochladen
WordPress-ZIP entpacken und alle Inhalte (nicht den wordpress-Ordner selbst)
in das Webroot-Verzeichnis hochladen – meistens public_html,
htdocs oder www. Per FTP/SFTP oder im Hosting-Datei-Manager.
Bei manchen Hostern ist es schneller, die ZIP hochzuladen und dann auf dem Server zu entpacken (über den Datei-Manager im Hosting-Panel) – schont die FTP-Verbindung.
Schritt 4: WordPress-Installer aufrufen (das Famous 5-Minute-Install)
Im Browser deine Domain aufrufen. Der WordPress-Installer startet automatisch. Drei Konfigurationsbildschirme:
Bildschirm 1: Sprache
Sprache für die Installation wählen (Deutsch, falls von der DE-Version geladen).
Bildschirm 2: Datenbank-Konfiguration
Hier kommen die vier Werte aus Schritt 2 rein. Tabellen-Präfix kann auf dem
Default (wp_) bleiben oder zu Sicherheitszwecken individuell gesetzt
werden – z. B. wp6x_. Ein zufälliger Präfix erschwert automatische
SQL-Injection-Versuche.
Bildschirm 3: Site-Setup
- Site-Titel(z. B. „Mein Blog")
- Admin-Benutzername(NICHT „admin" – Brute-Force-Ziel)
- Admin-Passwort(WordPress generiert automatisch ein starkes – nutzen!)
- Admin-E-Mail
- Suchmaschinen-Sichtbarkeit(während Aufbau auf „nicht indexieren", später umstellen)
Klick auf „WordPress installieren" – in 30 Sekunden ist alles fertig.
Schritt 5: Erste Sicherheits-Maßnahmen
Direkt nach Installation – nicht später vergessen:
- Two-Factor-Authentifizierung aktivieren.Plugin „Two Factor" (offiziell von WordPress) oder „WP 2FA". Beide kostenlos und solide.
- SSL aktivieren.HTTPS-Redirect in
.htaccess. Bei unserem Hosting ab Werk aktiv. - Login-URL ändern (optional).Plugin „WPS Hide Login" verschiebt
/wp-login.phpauf einen anderen Pfad – verlangsamt Brute-Force-Angriffe. - XML-RPC deaktivieren(falls nicht für externe Apps gebraucht). Plugin „Disable XML-RPC" oder via
.htaccess. - WordPress-Version verstecken.Plugin „Hide My WP" oder Standard-Sicherheits-Plugins.
Schritt 6: Permalinks einstellen
WordPress nutzt per Default eine hässliche URL-Struktur (?p=123).
Direkt nach Installation: Einstellungen → Permalinks →
Beitragsname wählen. Das nutzt den Beitrags-Slug als URL
(example.de/mein-beitrag/), ist SEO-tauglich und benutzerfreundlich.
Voraussetzung: Apache mit aktivem mod_rewrite (bei uns ab Werk).
Schritt 7: Empfohlene Plugins ab Tag 1
Vier Plugins gehören aus unserer Sicht in jede ernsthafte WordPress-Installation:
- UpdraftPlus oder All-in-One WP MigrationBackup-Lösung. Beide kostenfrei in Basic-Version, Premium für Cloud-Upload und größere Sites.
- Wordfence Security oder iThemes SecuritySicherheits-Hardening, Brute-Force-Schutz, Malware-Scans. Free reicht für viele Cases.
- Yoast SEO oder Rank MathSEO-Grundlagen, Meta-Tags, Sitemap, Schema-Markup. Beide gut, Geschmackssache.
- WP Super Cache oder W3 Total CacheBei Standard-Hosting nötig für Caching. Bei unserem Hosting nicht nötig (Server-Caching läuft ab Werk).
Bei unserem WordPress-Hosting
All diese Schritte sind bei unserem WordPress-Tarif vorgenommen oder vorbereitet:
- WordPress 6 vorinstalliert mit aktuellster Version
- Datenbank vorbereitet, Zugangsdaten dokumentiert
- SSL aktiv, HTTPS-Redirect konfiguriert
- Admin-Account auf deine E-Mail eingerichtet
- Tägliche Backups laufen ab Tag 1 (Server-seitig, kein Plugin nötig)
- Server-seitiges Caching aktiv (kein Caching-Plugin nötig)
- PHP-Konfiguration WordPress-optimiert
- Permalink-Struktur „Beitragsname" voreingestellt
Du loggst dich ein, deine WordPress-Installation ist da. Die genannten Plugin-Empfehlungen (Two-Factor, Backup-Plugin als Zusatz, Sicherheits-Plugin, SEO-Plugin) musst du allerdings selbst installieren – das sind individuelle Entscheidungen, die wir nicht im Voraus für dich treffen.